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Förderungen

Ausbildungsbeihilfen

Für den behinderungsbedingten Mehraufwand im Rahmen einer Schul- oder Berufsausbildung kann eine Ausbildungsbeihilfe gewährt werden.

Voraussetzung:

  • Besuch einer Unterrichtseinrichtung nach § 3 des Studienförderungsgesetzes 1992 oder § 1b des Schülerbeihilfengesetzes 1983.
  • Besuch des Vorbereitungslehrganges für die Studienberechtigungsprüfung.
  • Lehrausbildung.
  • Ausbildung zum Krankenpflegefachdienst, Hebammenausbildung.
  • Absolvierung einer Schul- oder Berufsausbildung in einer Unterrichts- oder Ausbildungseinrichtung nach Beendigung der Pflichtschule bzw. nach Absolvierung der Schulpflicht in einer weiterführenden Schule.
  • Absolvierung einer vergleichbaren Schul- oder Berufsausbildung im Ausland.
  • Nachweis des behinderungsbedingten Mehraufwandes.

Zuschussdauer:
Für jeweils ein Schul, Studien- oder Lehrjahr; eine Verlängerung auf den gesamten Ausbildungszeitraum ist möglich.

Zuschusshöhe:
Derzeit bis zu Euro 714,- monatlich (Bemessung nach der Höhe des behinderungsbedingten Mehraufwandes)

Arbeitsplatzbezogene Förderungen

sollen den Eintritt ins Erwerbsleben erleichtern und dienen der Erhaltung und Sicherung bestehender Arbeitsplätze.

Dazu zählen u.a.

  • Schulungs- und Ausbildungskosten
  • Gebärdensprachdolmetschkosten
  • Technische Arbeitshilfen
  • Adaptierung und Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
  • Hilfen zur wirtschaftlichen Selbständigkeit

Der Bund, die Ländern, Träger öffentlichen Rechts, die selbst Träger der Rehabilitation sind (z.B. das Arbeitsmarktservice , die Sozialversicherungsträger ), Städte, Gemeinden und Gemeindeverbände, soweit sie 400 oder mehr Dienstnehmer/innen beschäftigen, politischen Parteien und Parlamentsklubs können arbeitsplatzbezogene Förderungen nur erhalten

  • bei Vorliegen eines Grades der Behinderung von mindestens 70 vH. oder
  • bei Vorleigen einer schwerwiegenden Sinndesbehinderung, die nicht durch Seh- oder Hörbehelfe kompensiert werden kann

im Zuge der Begründung eines neuen Arbeitsplatzes, wenn dieser ohne diese Förderung nicht erlangt werden könnte.

Mobilitätsförderungen

können Menschen mit Behinderungen zur Erreichung des Arbeitsplatzes oder zur Ausübung einer Beschäftigung gewährt werden z.B.

  • Sonstige Kosten
  • Orientierungs- und Mobilitätstraining
  • Anschaffung eines Blindenführhundes
  • Mobilitätszuschuss
  • Erlangung der Lenkerberechtigung
  • Erwerb eines Kraftfahrzeuges