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Rund ums Auto

Zuschuss zur Erlangung der Lenkerberechtigung

Ist die Erreichung des Arbeitsplatzes dem Menschen mit Behinderung nur unter Benützung eines Kraftfahrzeuges möglich, kann zur Erlangung der Lenkerberechtigung ein Zuschuss gewährt werden.

Voraussetzungen:

  • Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel (Eintragung im Behindertenpass erforderlich)
  • Zugehörigkeit zum Personenkreis der begünstigten Behinderten (ausgenommen Schüler ab 15 Jahre und Studenten)

Maximale Förderhöhe: 50% der Kosten

Zuschuss zum Erwerb eines Kraftfahrzeuges

Im Zusammenhang mit der Suche nach einem Arbeitsplatz beziehungsweise dem Antritt/der Ausübung einer Beschäftigung kann ein Zuschuss zum Erwerb eines Kraftfahrzeuges gewährt werden. Ebenfalls förderbar sind geleaste oder führerscheinfreie Fahrzeuge.

Voraussetzungen:

  • Zugehörigkeit zum Personenkreis der begünstigten Behinderten (ausgenommen Schüler ab 15 Jahre und Studenten)
  • Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel (Eintragung im Behindertenpass erforderlich)
  • Unterschreitung der Einkommensgrenze von EUR 2.928,- monatlich (Stand 1/2014), pro unterhaltsberechtigter Person steigert sich dieser Betrag um 10 %
  • Vorliegen einer Lenkerberechtigung, ausgenommen behinderungs- oder altersbedingt nicht möglich - in diesem Fall Transport durch eine andere Person zulässig, wenn der PKW überwiegend für den Menschen mit Behinderung verwendet wird
  • Rechnung und Zulassung des Kraftfahrzeuges auf den/die AntragstellerIn (auch wenn der Mensch mit Behinderung nicht selbst lenkt)
  • Ablauf von fünf Jahren seit der letzten Förderung (Ausnahmen bei vorzeitiger Unbrauchbarkeit des Kraftfahrzeuges oder bei behinderungsbedingten Gründen)

Zuschusshöhe:
Derzeit maximal EUR 2.196,- (Stand 1/2014) zuzüglich behinderungsbedingt erforderliche Adaptierungen; bei Leasingfahrzeugen erfolgt eine gesonderte Zuschussberechnung.

Abgeltung der Normverbrauchsabgabe (NoVA)

Die Abgeltung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) für Menschen mit Behinderung ist ab 1.1.2011 nicht mehr möglich. Als Ausgleich dafür wurde der monatliche Freibetrag für Körperbehinderte, die zur Fortbewegung ein eigenes Kraftfahrzeug benützen, von 153 Euro ab dem Veranlagungsverfahren für das Jahr 2011 auf 190 Euro angehoben.

Für Menschen mit Behinderung, die im Jahr 2010 nachweislich ein Fahrzeug bestellt, den Antrag jedoch erst im Jahr 2011 eingebracht haben wurde eine Übergangsbestimmung geschaffen.

Diese ermöglicht eine Abgeltung der NoVA auch dann, wenn das Fahrzeug im Jahr 2010 lediglich rechtsverbindlich bestellt wurde, Rechnung und Zulassung jedoch erst im Jahr 2011 ausgestellt werden, sofern folgende Grundvoraussetzungen vorliegen:

  • Personen besitzen einen Behindertenpass mit der Zusatzeintragung "Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel" oder sind InhaberInnen eines Parkausweises gemäß § 29b StVO
  • behinderungsbedingt wird zur Fortbewegung ein eigenes KFZ benötigt
  • das KFZ muss auf die Person mit Behinderung zugelassen sein

Die Abgeltung ist grundsätzlich bis zu einem Bruttohöchstbetrag von Euro 20.000 zuzüglich der behinderungsbedingt erforderlichen Zusatzausstattung möglich.

Bei leasingfinanzierten KFZ erfolgt die Rückvergütung der NoVA sobald das Eigentum an die/den LeasingnehmerIn übergeht. In diesen Fällen kann die rechtsverbindliche Bestellung (Abschluss des Leasingvertrages) auch vor dem Jahr 2010 erfolgt sein.

Ausweis gemäß § 29 b Straßenverkehrsordnung (StVO) - Parkausweis

Mit 1.1.2014 geht die Zuständigkeit zur Ausstellung von Ausweisen gemäß § 29b der Straßenverkehrsordnung von den Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistraten auf das Bundessozialamt über.

mehr zum Parkausweis

Leistungen rund ums Auto von anderen Institutionen:

siehe auch:

Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer
Autobahnvignette