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Ausgleichstaxe und Prämie

Ausgleichstaxe

Um dem gesellschaftlichen Ziel des Behinderteneinstellungsgesetzes - der Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt - gerecht zu werden, wurde der Ausgleichstaxfonds eingerichtet. Das Vermögen des Fonds besteht aus den jährlich eingenommenen Ausgleichstaxen.

Unternehmen, die 25 oder mehr Dienstnehmer/innen beschäftigen, sind verpflichtet, auf jeweils 25 Beschäftigte eine/n begünstigte/n Behinderte/n einzustellen (Beschäftigungspflicht).

Wenn die Beschäftigungspflicht nicht erfüllt ist, wird dem/der Dienstgeber/in vom Bundessozialamt alljährlich für das jeweils abgelaufene Kalenderjahr eine Ausgleichstaxe (AT) vorgeschrieben. Diese beträgt dzt. monatlich EUR 244,-(Stand 2014) für jede einzelne Person, die zu beschäftigen wäre.

Abweichend davon beträgt die Ausgleichstaxe für Dienstgeber/innen, die 100 oder mehr Dienstnehmer/innen beschäftigen, für jede Person, die zu beschäftigen wäre, ab 1.1.2014 monatlich EUR 342,- und für Dientgeber/innen, die 400 oder mehr Dienstnehmer/innen beschäftigen, für jede Person, die zu beschäftigen wäre, ab 1.1.2014 monatlich EUR 364,-.

Diese Beträge werden durch Verordnung des Bundesministeriums jährlich angepasst.

Die Bearbeitung der Ausgleichstaxen und Prämien wird österreichweit in zwei Landesstellen durchgeführt:

  • in der Landesstelle Oberösterreich
    für die Landesstellen Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberösterreich 
  • in der Landesstelle Wien
    für die Landesstellen Burgenland, Kärnten, Steiermark, Niederösterreich und Wien

Prämie

Für die Beschäftigung von in Ausbildung stehenden begünstigten Behinderten, erhält der/die Dienstgeber/in vom Bundessozialamt aus Mitteln des Ausgleichstaxfonds eine Prämie in Höhe von derzeit monatlich EUR 244,- (Stand 2014).